Ein ansteckendes Vergnügen PDF Drucken E-Mail

Herne, 12.06.2009,                                                        abschluss.jpg

Trommeln aus der Ferne,Rufe wie von fremden Tieren, 

dichtes Grün,Schummerlicht und hunderte

fremdartiger Lebewesen. Von außen sieht das Zelt

des Circus Schnick Schnack aus, wie es das immer tut.

Innen aber entführt die Zirkusfamilie die Besucher

ihrer diesjährigen Zeltwoche in den Urwald.



 

„Dschungelfieber" heißt das neue Programm, das am Mittwochabend offizielle Premiere feierte und das bis einschließlich Sonntag noch zwei Mal (Samstag und Sonntag jeweils 15.30 Uhr) zu sehen sein wird. Rund 110 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gestalten die Show, die inklusive Pause drei Stunden dauert und damit die größte ist, die der Circus an der Roonstraße bislang gezeigt hat. Das Dschungelfieber sei ansteckend, hatten die Verantwortlichen beim Circus Schnick

Schnack im Vorfeld der Zeltwoche angekündigt und damit wohl nicht zu viel versprochen. Wer sich die neue Show ansieht, erlebt einen außergewöhnlichen Zirkusbesuch. Er sieht ganze Affenbanden, Meerkatzen, die durch das Zirkuszelt (und durch Ringe) springen, Glühwürmchen (auf Einrädern), Umweltaktivisten, die den Regenwald retten wollen, jonglierende Gorillas,

tanzende Raupen, witzige Schmetterlingssammler und schillernde Insekten. Jede der Zirkusnummern ist mit wundervollen Kostümen aufs Thema abgestimmt. Wie der gesamten Show und dem Bühnenbild (allein an den zelthohen Urwald-Bäumen haben die ehrenamtlichen Helfer mehrere Monate getüftelt) merkt man den Kostümen an, mit wie viel Freude und Liebe zum Detail im Circus Schnick-Schnack gearbeitet wird. Auf der Bühne, aber eben auch dahinter.

 

Große Augen und ein bisschen Angst

 

Das Publikum der drei bisher gezeigten Shows jedenfalls war begeistert. Immer wieder gab es tosenden Applaus für die jungen Artisten und Gaukler - und vor allem die jüngsten Besucher kamen aus dem Staunen nicht nur sprichwörtlich gar nicht mehr heraus. Mit großen Augen - in denen manchmal auch ein bisschen Angst vor den wilden Tieren zu sehen war - verfolgten sie die Show.

„Es muss gut gewesen sein", rief eine Mutter Zirkusdirektor Rainer Deutsch beim Verlassen des Zeltes zu. Ihre Söhne, vier und drei Jahre alt, hätten die ganze Zeit über still gesessen und gespannt zugeschaut, was in der Manege passiert. Ein außergewöhnliches Lob, aber ganz sicher ein großes.

 

 

WAZ, Julia Seifert

 

 
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